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vom 14.
bis 15. September 2006 war


Welche
Bedeutung John Dobson für die Amateurastronomen hat wird besonders
deutlich, wenn man die weltweite Verbreitung seines nach ihm benannten
Teleskopsystems betrachtet. Vermutlich gäbe es für die Hobbyastronomen
ohne John Dobson bis heute keine preiswerteren Teleskope mit Öffnungen
über 250mm.
John Dobson ist Mitbegründer der „Sidewalk
Astronomers“ („Gehweg-Astronomen“) in San Francisco. Diese Gruppe von
Amateurastronomen stellte ihre Teleskope einfach auf die Gehwege der Stadt und
boten jedem Passanten an, einen Blick hindurch zu werfen. Die Sidewalk
Astronomers sind mittlerweile eine bekannte Organisation mit weltweiter
Mitgliedschaft. Ihr Ziel ist es, die Astronomie einer breiten Öffentlichkeit
nahe zu bringen.
John Dobson (* 14. September 1915 Peking, China) ist ein bekannter
US-amerikanischer Amateurastronom. Mit seinem Konzept des so genannten
Dobson-Teleskops revolutionierte er die moderne Amateurastronomie.
Dobson wurde in Peking geboren und verbrachte seine Kindheit in China. Sein
Großvater mütterlicherseits war der Gründer der Peking-Universität, seine
Mutter Musikerin, sein Vater Dozent für Zoologie an der Pekinger Universität .
1927 ging die Familie zurück in die USA und ließ sich in San Francisco nieder.
Dobsons Vater arbeitete als Lehrer der dortigen Lowell High School.
John Dobson nahm ein Studium der Chemie an der Universität Berkeley auf,
dass er 1943 abschloss.
In jungen Jahren war Dobson Atheist. Mit zunehmendem Alter kam er zu der
Überzeugung, dass das Universum göttlichen Ursprungs sein müsste. 1940 lebte er
zeitweise in einem Kloster, dass er allerdings wieder verließ, um sein Studium
fortzuführen. 1944 wurde er Anhänger des Ramakrishna-Ordens und lebte für die
nächsten 23 Jahre als Mönch im Vedanta-Kloster in San Francisco.
In dieser Zeit begann Dobson sich intensiv mit dem Aufbau des Universums
auseinanderzusetzen. Um mehr darüber zu erfahren, beschäftigte er sich mit der
Astronomie. Da er gelobt hatte, in Armut zu leben, konnte er sich kein fertiges
Teleskop kaufen, sondern konstruierte Instrumente aus einfachsten Mitteln. So
schliff er die Gläser von Flaschenböden zu Teleskopspiegeln und verwandte
Papprohre, die auf Baustellen anfielen, als Tubus. Seine Geräte besaßen keine
herkömmliche Montierung, sondern waren beweglich auf einem Kasten aus Sperrholz
aufgesetzt.
Dobsons astronomische Aktivitäten stießen zunehmend auf Missbilligung
seitens des Ordens. Seinen brieflichen Kontakt mit der Außenwelt musste er
mitunter in verschlüsselter Form vornehmen, wobei er Teleskope als Geranien und
Blumentöpfe „tarnte“. Schließlich musste er sich entscheiden, ob er weiter dem
Orden angehören oder Teleskope bauen wollte. Dobson entschied sich für
letzteres und trat 1967 aus.
Im gleichen Jahr wurde er Mitbegründer der „Sidewalk Astronomers“
(„Gehweg-Astronomen“) in San Francisco. Diese Gruppe von Amateurastronomen
stellte ihre Teleskope einfach auf die Gehwege der Stadt und boten jedem
Passanten an, einen Blick hindurchzuwerfen. Die Sidewalk Astronomers sind
mittlerweile eine bekannte Organisation mit weltweiter Mitgliedschaft. Ihr Ziel
ist es, die Astronomie einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.
Dobsons erste Teleskope wiesen aufgrund ihrer primitiven Bauteile noch
optische Unzulänglichkeiten auf und besaßen kein hohes Auflösungsvermögen. Im
Laufe der Zeit verbesserten er und andere Amateurastronomen das Design. Das
Prinzip der Dobson-Montierung stellt eine Möglichkeit dar, selbst große
Spiegelteleskope preiswert herzustellen. Dobson-Teleskope können relativ
einfach selbst gebaut werden, sind gut transportabel und können mit wenigen
Handgriffen am Beobachtungsort aufgebaut werden. Diese Eigenschaften führten
dazu, dass dieser Teleskoptyp heute sehr verbreitet ist.
Dobson wurde sehr populär, u.a. durch Auftritte im US-Fernsehen und bei
Teleskoptreffen in aller Welt. Seine Popularität nutzt er, um seine etwas
unorthodoxen Ansichten über die Kosmologie zu verbreiten.
Dobson ist ein strikter Gegner der heute anerkannten Urknall-Theorie. Seines
Erachtens ist es unlogisch, dass irgendetwas aus dem „Nichts“ entstehen kann.
Darüber hinaus müssten die Wissenschaftler Zuflucht zu unbewiesenen Theorien
nehmen, wie der Dunklen Materie. Es wurde einfach eine neue Physik erfunden, um
die Urknall-Theorie zu untermauern.
Dobson vertritt sein eigenes kosmologisches Modell, wonach sich das
Universum selbst recycelt. Er beruft sich dabei auf Albert Einsteins Allgemeine
Relativitätstheorie, wonach Energie und Materie äquivalent sind, sowie auf die
Heisenbergsche Unschärferelation. Nach Dobson dehnt sich das Universum für alle
Zeiten aus, wobei sich Wasserstoffatome erneuern. Die Entropie bleibt dabei
konstant.
Seine Kritiker werfen ihm allerdings vor, dass sein Modell nicht wissenschaftlich
fundiert ist.
aus Wikipedia, der
freien Enzyklopädie
Als Dobson-Teleskop bezeichnet man ein Gerät für astronomische
Beobachtungen, das praktisch nur für Hobbyzwecke benutzt wird. In Fachkreisen
gerne kurz als "Dobson" bezeichnet (engl. dobsonian telescope).
Es wurde von John Dobson Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelt.

Grundzüge der Konstruktion
Das "klassische" Dobson-Teleskop ist ein Newton-Teleskop mit
folgenden charakteristischen Eigenschaften (Abweichungen von konventioneller
Bauweise):
- Dünner Hauptspiegel
- Überdurchschnittlicher
Spiegeldurchmesser
- Unterdurchschnittliche
Brennweite
- Lagerung des Hauptspiegels
schwebend - Zentrierung mittels Gurtband
- Optik in imprägniertem
Papp-Tubus untergebracht
- Robuste Azimut-Montierung
in schlichter Bauweise (siehe unten).
Der dünne Hauptspiegel (Stärke 1/20 - 1/10 seines Durchmessers) erlaubt
aufgrund des niedrigeren Gewichts, einen erheblich größeren Durchmesser zu
wählen. Damit die Okularposition nicht allzu hoch über dem Boden liegt, wählt
man gerne eine kürzere Brennweite (Öffnungsverhältnis um 1:5 - aber auch bis
1:3,8).
Die Montierung besteht aus einer Grundplatte, auf der eine Kiste (Rockerbox
oder Wiege genannt) auf drei weit auseinander liegenden Punkten drehbar
gelagert ist. In zwei Aussparungen in den Kisten-Seitenwänden ruhen die
Höhenräder, die ihrerseits den Tubus mit der Optik tragen. Kugellager etc.
entfallen, da die Gleitflächen aus einem Kunststoff-Laminat bestehen, das auf
Teflonscheiben gleitet. Wenn der Tubus weder kopf- noch hecklastig ist, sind
keinerlei Klemmen oder Kupplungen erforderlich. Die in beiden Drehrichtungen
weit auseinanderliegenden Stützpunkte sichern eine sehr stabile Lage.
Die wesentlichen Elemente (Spiegel, Tubus und Wiege) werden ausschließlich
durch Schwerkraft an Ort und Stelle gehalten. Diese besonders einfache Bauweise
erlaubt auch wenig geübten Heimwerkern mit schlichter Geräteausstattung, beim
Eigenbau rasch zum Erfolg zu kommen.
Der Nachteil der Azimut-Montierung ist, dass man der bogenförmigen Bewegung
der Himmelsobjekte nicht mit Drehung nur in einer Achse folgen kann (s.
Polarmontierung), sondern "abgetreppt" in kleinen Stufen. Damit sind
auch klassische Himmelsaufnahmen kaum möglich.
Andererseits erlaubt die Dobson-Bauweise (Laminat-Teflon) einfaches
Verfolgen der Objekte bei visueller Beobachtung, indem man den Tubus mit
geringstem Kraftaufwand "nachschubst" oder "dobst".
John Dobsons Ziel war ein mit einfachsten Mitteln zu bauendes und ebenso
einfach zu bedienendes Teleskop mit großer Öffnung. Für seine ersten Geräte
soll er Materialien vom Sperrmüll verwendet haben. Sein Konzept blieb in
Fachkreisen lange unbeachtet - eher verspottet. Erst ab 1979 gelang der
Durchbruch.
Neuere Entwicklungen
Die vielen Amateur Telescope Maker, die sich dann an die Arbeit machten,
entwickelten das Konzept weiter: heute verfügen die meisten großen
Dobsonteleskope über eine Gitterkonstruktion (gewicht- und platzsparend beim
Transport zu Teleskoptreffen) und sind aus hochwertigen Materialien (Multiplex,
Aluminium, Schaumstoffkomposit, Karbon etc.) gefertigt. Vereinzelt sind
Dobsonteleskope auf einer Equatorial-Plattform anzutreffen, andere verfügen
über Schrittmotor-Antrieb mindestens in horizontaler Richtung oder werden
mittels PC gesteuert.
Der von John Dobson ursprünglich angestrebte Kostenvorteil ist dann
allerdings ebenso unerreichbar wie die einfache Herstellung.
Bis Ende der 70er Jahre waren selbstgebaute Amateurteleskope ganz
überwiegend auf Polarmontierung und mit Durchmesser unter 12 Zoll (30 cm); seit
Anfang der 90er sollen Dobsonteleskope einen Anteil von über 90 Prozent stellen
- und dies mit einem Durchmesser über 12 Zoll. Sowohl bei selbstgebauten wie
auch fertig gekauften Dobsonteleskopen sind jedoch die Geräte mit kleinerer
Öffnung zahlenmäßig stärker vertreten, denn gerade sie bieten ein
Preis-Leistungs-Verhältnis, das konventionelle Teleskope nicht bieten können.
Seit Mitte der 90er Jahre wetteifert eine Fraktion von Dobson-ATMs darum,
wer das am meisten abgespeckte, leichteste Teleskop bauen kann - so genannte minimalistic
dobsonian telescopes.
Durch den Einsatz von Webcams ist es - geeignete Nachbearbeitung
vorausgesetzt - möglich geworden, auch mit Dobsonteleskopen Aufnahmen von
Himmelsobjekten (besonders bei Objekten des Sonnensystems) von verblüffender
Qualität zu produzieren.
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